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SF #07 - Chaos in Zimrenzil

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Die Seefahrer sind auf dem Weg nach Süden in Bellakar angekommen. Dort lernten sie Sabrina kennen, eine junge Frau, die sich als Tochter eines Sultans entpuppte. Gemeinsam kamen sie nach Zimrenzil, der großen Metropole im nördlichen Bellakar. Die Helden konnten bei der Hochzeit von Sabrinas Schwester die Braut vor einem Mordanschlag retten. In den nächsten Tagen konnten sie den Mörder auffinden und eliminieren. Doch wer steckte hinter dem Komplott? Die Mächtigen der Stadt schauen misstrauisch auf ihre Feinde und Verbündeten. Schon die kleinste Kleinigkeit könnte das Pulverfass zum Explodieren bringen und einen Bürgerkrieg auslösen. Da kommen die Helden von ihren Abenteuern in den Minen nahe Zimrenzil wieder zurück...

 

Neue Freunde und alte Feinde

Das Festmahl

Die Helden sind nach ihrem Abenteuer in den Minen zurück nach Zimrenzil gekommen. Dort werden sie vom Anführer der Zwerge mit größten Ehren empfangen, haben sie ihm doch seine geliebte Tochter wieder zurück gebracht. Es gibt ein großes Festmahl im Zwergenviertel, das Essen ist hervorragend und der Wein fließt in Strömen. Zu fortgeschrittener Stunde kommt es aber zu einem Streit zwischen Brantu und einem Zwergen, welches Element das mächtigste sei. Brantu lässt Tische in Flammen aufgehen, der Zwerg lässt die Erde beben, dann verdampft Brantu das Wasser eines Brunnens und der Zwerg lässt Brantu halb in die Erde einsinken. Dabei erwischt er auch die Brantus Freunde, die gerade versuchen ihn von noch mehr Unsinn  abzuhalten. Zuletzt erschafft Brantu einen Ring aus Feuer um den Zwerg. Die beiden Gefangenen ihres Gegenübers werfen sich wütende Blicke zu. Doch nach einigen Minuten fangen sie an herzhaft zu lachen. Unentschieden! Der Zwerg stellt sich den anderen als Snorri vor.

Die Morgenröte

Am nächsten Morgen klopft es in aller Früh an die Tür ihrer Herberge in Keshal Angra. Sabrina steht draußen in Verkleidung und bittet um Einlass. Sie ist ernsthaft in Sorge und bittet Maris um Hilfe. Heute Morgen wurde Zargan, die rechten Hand des Sultans, tot aufgefunden. Sie befürchtet, dass dieser Mord der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen bringt.

  • Sultan Malik Bey ibn Hachir Bey, ihr Vater, hat die Hochzeit seiner Tochter Serena für ungültig erklärt, da der Attentäter dem Gefolge des Emirs zugerechnet wird. In der gehobenen Gesellschaft hat man von einer solche Reaktion noch nie gehört. Es gibt tausende Gerüchte, was wirklich hinter dieser Aktion stecken soll (der Bräutigam hat die Serena selbst umbringen wollen, er habe es nur auf ein magisches Artefakt abgesehen; der Emir steht unter dem Einfluss einer alten Gottheit; es geht um die Macht über den geheimen Diamantorden).
    Serena ist totunglücklich und spricht mit ihrem Vater kein Wort mehr.
  • Emir Habled al’ Fessir ben Cherek hat darauf hin zahlreiche Geschäftsbeziehungen beendet. Insbesondere ist es für die Bellakari des Sultans fast unmöglich eine Karawane für Handelsreisen zu mieten. Andererseits finden die Urdwani auch fast kein Getreide mehr für ihre Kamele. Es heißt der Emir habe dem Sultan ewige Feindschaft für diese Schmach geschworen (und der Sultan wäre verrückt geworden).
    Der Bräutigam ist ebenfalls totunglücklich und versucht um jeden Preis seine Serena aus dem goldenen Gefängnis ihres Vaters zu befreien.
  • Fürst Khajid beobachtet den Streit der beiden Rivalen mit Misstrauen. Er hat zusätzliche Söldner aus Umbar angeheuert, die die Erztransporte zu den Minen der Adunai beschützen. Leider benehmen sich die Söldner in ihrer freien Zeit unmöglich und bringen die gesamte Harad-Bevölkerung in der Stadt gegen sich auf. Außerdem ist der Fürst besorgt über das Verschwinden der Gespielin seines Sohnes. Nicht dass er um ihr Wohl besorgt ist, aber er vermutet einen geplanten Angriff auf seinen Sohn.

Mit der Ermordung Zargans wird die Situation weiter eskalieren und Sabrina sieht Unheil für alle heraufziehen. Die Helden sollen schnellstmöglich herausfinden, wer hinter dem Mord steckt. Da die Helden inzwischen auch von ihrem Vater misstrauisch angesehen werden, sollen sie jeden Kontakt mit Sabrina vermeiden.

Die Helden besuchen Kasim, den engsten Gehilfen von Zargan. Sie können ihn überzeugen, dass er ihnen weitere Informationen gibt. Zargan wurde in einer kleinen Gasse im Basargebiet tot aufgefunden. Er starb durch einen Giftpfeil in den Hals. Das Gift ist weder Zark noch Kasim bekannt. Er weiß nur, dass Zargan in den letzten Wochen versucht hat die Identität der Auftraggeberin des Mordes heraus zu bekommen. Gestern erhielt er einen Tipp eines Informanten und ging bei Dunkelheit in die Freistadt. Wohin genau weiß er nicht, aber die SC finden einen Teebeutel mit einer Blume drauf. Wahrscheinlich ein Präsent auf eine bestimmte Teestube. Die Helden beginnen ihre Suche. Maris nutzt ein bischen Bakshis, um die Sucheeinzugrenzen. Zark und Gantur werden in ihrem Teehaus von der Müdigkeit übermannt, während Maris und Ciryandil weiter suchen.

 

Noch mehr Tote

Der Tote aus der Wüste

Schon bald gerät das Teehaus Wüstenblume in ihren Fokus. Es liegt in der Freistadt, nahe der großen Fürst-Istav-Alle. Über der Tür ist ein Holzschild, das eine erblühte Wüstenrose zeigt, welche genau so aussieht wie die Blume auf dem Teebeutel. Das Haus und das Innere des Teehauses sind alt, aber schön hergerichtet (frischer Putz, saubere Fenster).

Der Wirt namens Mezzek wird plötzlich nervös, als sie das Gespräch auf Zargan bringt. Er will ihn noch nie gesehen haben. Später gibt er dann zu, dass eine Person auf die Zargans Beschreibung passt gestern Nacht in der Gaststube war. Ansonsten hat er aber keine Informationen für die Helden. Diese beschließen sich abends hier noch genauer umzusehen. Während Maris eine nachmittägliche Ablenkung sucht, bleibt Ciryandil noch in dem Teehaus. Er bemerkt später zwei muskelbepackte Kerle, die eine große Kiste heraustragen und auf einen Karren wuchten. Er folgt den beiden in Armenviertel nach Keshal Isiq. Ciryandil fällt dort auf wie ein bunter Hund. Nur mit Schwierigkeiten kann er den beiden folgen. Gerade noch kann er dazwischen gehen, als die beiden versuchen die Kisten in den Fluss zu schmeißen. Stattdessen wandern die beiden in den Fluss.

In der Kiste findet er die Leiche einem recht stämmigen Nordmenschen.  Er ist höchstens 50 Jahre alt, gut gekleidet und ohne äußerlich erkennbare Anzeichen einer Verletzungen. Zark tippt später auf einen Herzinfarkt als Todesursache. Fürs Erste nimmt Ciryandil die Kiste samt Leichnam mit zu den anderen.

Der Überfall im Haus

Der Wirt ist nun äußerst verdächtig. Offensichtlich war Zargan in der Nacht seiner Ermodung hier und der Tote aus der Kiste scheint in der Wüstenblume gestorben zu sein. Zufall oder Zusammenhang?

Nach der Schließung des Teehauses wollen Gantur, Xanthia und Zark den Wirt in die Mangel nehmen. Doch in dessen Wohnung, welche im obersten Stock desselben Hauses liegt, sind auch seine Frau und seine Kinder. Gantur schleicht sich hinter Mezzar und setzt ihm das Messer an die Kehle, während Xanthia will die Frau in Schach halten will. Doch in der Dunkelheit greift Xanthia daneben und erschreckt die Frau, so dass diese laut schreit. Dadurch wacht das kleine Kind nebenan auf und schreit. Mezzar versucht sich verzweifelt aus dem Griff Ganturs zu befreien, die Frau kratzt und beißt und ein Kind kommt aus dem Kinderzimmer. Xanthia sieht die Situation entgleiten und flieht aus dem Fenster. Auch Gantur lässt kurze Zeit später von Mezzar ab und haut ab.

Um den Wirt jetzt unter Druck zu setzen, bringen die Helden in der Nacht noch die Leiche und legen sie in die Gaststube. Am nächsten Tag sehen sie wie der Wirt erst seine Familie mit einer Kutsche fortschickt. Danach geht er in seine Gaststube und kommt bleich wieder heraus. Er geht ins Armenviertel zu dem Haus einer Bande. Xanthia kann in das Haus eindringen und bekommt mit, dass der Wirt keine Unterstützung mehr von den Banditen bekommt, da immer noch zwei ihrer Leute fehlen. Zurück im Teehaus schließt der Wirt sich ein.

Gegen Mittag wollen die Helden ihn jetzt endgültig zum Reden bringen. Sie dringen alle zusammen in das Teehaus ein, doch der Wirt ist nicht zu finden. Der ist nämlich durch eine Geheimluke den Helden entwischt und holt seinerseits jetzt die Stadtwache zur Hilfe. Die Helden sind somit Einbrecher in seine Teestube und haben eine Leiche bei sich. Keine gute Situation für ein erstes Kennenlernen mit der Stadtwache. Zum Glück können alle entweder über die Dächer oder durch die vollen Gassen fliehen. Ciryandil vollführt ohne Rüstung wahre Akrobatikstücke, fällt aber damit als großgewachsener, hellhäutiger Elb sehr auf.

Der Dieb in der Nacht

Nach den zwei Fehlschlägen folgen die Helden ersteinmal eine andere Spur. Xanthia hat eine Zeichnung von dem toten Nordländer erstellt, mit der sie jetzt die Unterkunft des Toten suchen. Maris und Xanthia suchen im Osten, machen aber in jeder Unterkunft eine kurze Rast (und trinken auch den ein oder anderen Schluck). Gantur und Zark laufen alle Gasthäuser in Mantrabad ab und fragen dort recht direkt nach dem Fremden. Der größere Aufwand zahlt sich aus: In der Nähe der Hauptstraße durch Mantrabad finden sie die Oase der Nacht. Zur Straße hin ist das dreistöckige Gebäude gut gepflegt. Der Innenhof ist sehr schön und kühl, hat aber auch schon bessere Zeiten gesehen. Der Wirt der Oase bestätigt, dass der Nordländer, mit dem Namen Dernhelm, sich hier seit zwei Wochen einquartiert hatte. Er schien damals direkt von einer Reise zu kommen. Seitdem hatte er pünktlich alle drei Tage seine Schulden beglichen und war sonst unauffällig. Erst mit viel Überzeugungskraft von Gantur und einem Beherrschungsstab von Zark erlaubt er ihnen einen Blick in Dernhelms Zimmer. Dort ist alles zerwühlt. Offensichtlich war in den letzten Tagen ein Einbrecher hier, der es auf etwas bestimmtes abgesehen hatte, da er wertvolle Schmuckstücke einfach liegen ließ. Die Helden finden ein aufgebrochenes Kästchen, in dem nur noch ein paar Papiere liegen. Diese lässt Zark mitgehen. Darauf sind Hinweise auf eine unterirdischen Grabkammer im alten Friedhofsgebiet vor der Stadt.

Artefakte

Nichts gefunden

In der nächsten Nacht steigen die Helden in das Grab ein. Schon gleich am Anfang gibt es einige Golems, die den Helden das Leben schwer machen. Dazu ist die Grabanlage gespickt mit tödlichen Fallen und geheimen Gängen. Doch die Helden schaffen es bis in die Hauptgrabkammer des Magiers Aslaban zu gelangen. Dort allerdings finden sie eine Inschrift, dass das magische Zepter schon längst an einen sicheren Ort gebracht wurde und die Warnung die Mumie im Sarkophag nicht zu wecken. Zum ersten Mal in ihrem Leben befolgen die Helden den gutgemeinten Rat und ziehen unverrichteter Dinge wieder ab.

Alles verloren

Beim Verlassen der Grabanlage werden die Helden von der Stadtwache festgenommen. Ihnen werden alle Waffen abgenommen und sie werden zu der Wache in der Freistadt gebracht. Dort werden sie erst in eine Zelle gesteckt. Ihnen wird vorgeworfen die Grabruhe gestört zu haben und Artefakte gestohlen zu haben.

Nur kurze Zeit später werden sie einzeln in einen Raum geführt, wo sie bis auf die Unterwäsche alle ablegen müssen. Neben den Stadtwachen ist ein ca. 50 jähriger Mann mit grauen Haaren und dunklen Augen. Er trägt einen sandfarbenen Kaftan und einen dunklen Burnus. Alle Gegenstände werden ihm auf einem Tisch zur Ansicht vorgelegt. Die Helden erhalten nur Kleidung wieder zurück. Er stellt sich als Achmedziber vor und fragt jeden, genau aus, was sie im Grab gesucht haben und was sie da gefunden haben. Danach werden die Helden wieder in ihre Zelle geführt. Langsam dämmert den Helden, dass jemand bewusst ihre wertvollen Gegenstände an sich bringen wollte.

Mit Hilfe von Xanthias Fähigkeiten können sich die Helden aus ihren Zellen befreien und kommen durch gute Schauspielkünste auch unbemerkt aus dem Wachhaus. Ihre einfache Ausrüstung finden sie schnell wieder. Die Spur der wertvolleren Gegenstände führt zum Hause des Magier-Magisters  Munjid al’Thamir. Tharkulu kann sogar erkennen wie dieser die Gegenstände der Helden in seinem Studierzimmer genauestens untersucht.

Die Feier

Da trifft es sich gut, dass besagter Magister in ein paar Tagen eine große Sommerfeier geben wird. Fast alle wichtigen Familien der Stadt sind eingeladen. Natürlich kommen nicht die Erhabenen selbst, sondern ihre Vertreter (oder deren Vertreter). Die Feier findet hauptsächlich in den schönen und kühlen Gärten des Magister statt.

Xanthia und Zark lassen sich als Hilfen (Köchin und Heiler) für die Feier einstellen. Maris hat Glück: er kann in dem Gefolge von Sabrina auf die Feier gehen. Ciryandil erhält sogar offiziell eine Einladung vom Magister. Die beiliegende Notiz besagt, dass dieser während der Feier ein Gespräch mit Ciryandil führen und dabei über einen Austausch der Artefakte verhandeln will. Die Helden vermuten, dass der Magister das Artefakt aus dem Grab im Besitz der Helden wähnt.

Am Abend selber hält sich Sabrina von Maris fern. Nur einmal kurz trifft sie ihn und warnt, dass Tariq, der Bräutigam ihrer Schwester, in großer Gefahr sei. Maris solle ihn bitte beschützen. Trotz enger Bewachung kann Maris allerdings nicht verhindern, dass er von einem Wurfdolchangriff getroffen wird. Der Attentäter war Kasim aus dem Gefolge Sabrinas. Er kaschiert dessen Verletzung und bringt diesen zu Zark. Doch diesem unterläuft ein folgenschweres Missgeschick, er verletzt sich am vergifteten Dolch und taumelt mit dem Dolch in die Gäste. Maris kann mit Sabrina den schwerverletzten Tariq zu einem Heiler bringen.

Währenddessen läuft die Verhandlung Ciryandils mit dem Magister nicht wirklich gut. Gerade als die Situation brenzlig wird, stürmt Xanthia ins Zimmer und der Kampf beginnt. Von draußen schießt sogar noch Tharkulu in den Kampf. Doch ohne ihre besonderen Waffen sind die Helden nicht wirklich erfolgreich.

Maris kommt wieder zurück. Gemeinsam mit Gantur können sie den inzwischen gefangen genommenen Zark befreien. Sie stürmen zu den Gemächern des Magisters. Der konnte inzwischen fliehen, doch im Nebenzimmer liegen die Ausrüstungsgegenstände der Helden. Gerade als sie sich diese holen wollen, verformt sich der Raum und die Helden finden sich in dem Ruinenviertel wieder. Sie müssen einen harten Kampf gegen Geister, Gargylen und Skelette führen, um lebend aus dem Viertel zu entkommen.

Unmittelbar nach der Rückkehr in ihre Herberge müssen die Helden fliehen. Sie werden inzwischen von der Stadtwache gesucht. Der Anführer der Schmiedezwerge hilft ihnen bei der Flucht aus der Stadt.

 

Epilog

 

Auf der Reise zum Meer erzählt Brantu, dass er nochmals beim Wirt war und ihn höflich zu den Vorfällen in seiner Teestube befragt hat. Dabei fand er heraus, dass Dernhelm in den letzten Tagen öfter bei ihm war und sich im Nebenraum mit verschiedenen Leuten getroffen hat. Mit dem letzten Gast hatter er allerdings einen heftigen Streit. Als der Wirt nachsah, fand er den Nordländer tot in seinem Nebenraum und der Gast war verschwunden. Doch der Wirt glaubt, dass es ein Magier aus der Akademie war. Nur um den Ruf seines Teehauses zu schützen, versuchte er Dernhelm möglichst unauffällig entsorgen lassen.

Zargan war am gleichen Abend in der Teestube. Er war auf Dernhelm aufmerksam geworden, da dieser dort offenbar ein mächtiges Artefakt verkaufen wollte. Zargan war an solchen Angeboten sehr interessiert, da er wahrscheinlich hoffte, dass ein solches Artefakt aus dem unterirdischen Tempel stamme und ihm eine Spur zur Auftraggeberin des Mordanschlags auf Serena zeigen könnte. Falls er dem Magister aus der Teestube gefolgt war, so wird dieser wahrscheinlich für seine Ermordung verantwortlich sein.

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